Stardock Fences vs. Nimi Places: Welcher Desktop-Organizer für Windows 11? (2026)
Du willst deinen Windows-Desktop aufräumen und stößt früher oder später auf zwei Namen: Stardock Fences und Nimi Places. Beide erstellen Bereiche auf dem Desktop, in denen Icons gruppiert werden. Einer kostet Geld, der andere ist kostenlos. Das allein erklärt aber noch nicht, welcher der richtige für dich ist — dafür braucht es einen Blick auf das, was hinter dem Preisschild steckt.
Dieser Vergleich geht durch jeden relevanten Unterschied: Funktionsumfang, Automatisierung, Stabilität, Mehrmonitorbetrieb und Langzeitpflege. Danach gibt es kurz eine dritte Perspektive — Themia — für alle, die über reine Icon-Organisation hinauswollen.
Was beide Tools tun — und was sie nicht tun
Stardock Fences und Nimi Places gehören zur selben Kategorie: Desktop-Icon-Organizer. Beide zeichnen transparent wirkende Bereiche auf den Windows-Desktop-Hintergrund und ermöglichen es, Icons innerhalb dieser Bereiche zu bündeln.
Was beide nicht tun: Anwendungsfenster verwalten, Live-Daten anzeigen (Wetter, Kalender, Systemauslastung) oder den Desktop in irgendeiner Weise animieren. Wer das sucht, ist bei Rainmeter oder Themia besser aufgehoben.
Nimi Places: der kostenlose Einstieg
Nimi Places ist eine kostenlose, quelloffene Anwendung, die einfache Desktop-Zonen erstellt. Du zeichnest rechteckige Bereiche auf den Desktop, gibst ihnen einen Namen und ziehst Icons hinein. Das war es im Wesentlichen.
Was Nimi Places kann:
- Beliebig viele benannte Bereiche auf dem Desktop anlegen
- Icons manuell in diese Bereiche verschieben
- Bereichsfarbe und Transparenz anpassen
- Icons innerhalb eines Bereichs nach Name, Datum oder Typ sortieren (manuell ausgelöst)
- Einen einfachen Skin-Wechsel für die Optik der Bereiche
Was Nimi Places nicht kann:
- Neue Icons automatisch in den richtigen Bereich sortieren
- Ordner-Portale (live gespiegelte Ordnerinhalte auf dem Desktop)
- Container-Tabs (mehrere Gruppen in einem Container)
- Desktop Pages (mehrere Desktop-Ebenen)
- Quick Hide (alle Fences mit einem Doppelklick verstecken)
- Backup und Wiederherstellung der Desktop-Konfiguration
Für einfache Ordnung auf einem privaten PC reicht Nimi Places. Für einen Desktop, der sich über Wochen und Monate von selbst organisiert, stößt Nimi Places schnell an seine Grenzen.
Stardock Fences: der bezahlte Vollausbau
Stardock Fences 6 kostet 29,99 US-Dollar einmalig (oder 9,99 $/Jahr im Abo). Dafür bekommst du deutlich mehr als Container auf dem Desktop:
Auto-Organisationsregeln
Fences kann automatisch entscheiden, wohin ein neues Icon auf dem Desktop kommt — ohne dass du es manuell verschieben musst. Du legst Regeln fest: "Alle .pdf-Dateien kommen in den Bereich Dokumente", "alle Spiele-Shortcuts in den Bereich Games", "alle Screenshots in das Archiv". Sobald eine neue Datei auf dem Desktop landet, greift die Regel.
Das ist der wichtigste Funktionsunterschied zu Nimi Places. Auf einem Desktop, der täglich Downloads, neue Shortcuts und temporäre Dateien ansammelt, ist manuelles Sortieren auf Dauer aufwendig. Fences übernimmt das.
Ordner-Portale
Mit Ordner-Portalen spiegelt ein Fences-Container den Live-Inhalt eines echten Ordners auf dem Desktop — ähnlich einem geöffneten Explorer-Fenster, das dauerhaft auf dem Desktop bleibt. Du siehst immer den aktuellen Ordnerinhalt, kannst Dateien darin öffnen und verschieben, ohne den Explorer öffnen zu müssen.
Container-Tabs
Fences 6 führte Tabs in Containern ein: mehrere Icon-Gruppen in einem einzigen Container, umschaltbar wie Browser-Tabs. Das spart Platz auf dem Desktop, wenn du viele verschiedene Gruppen hast.
Quick Hide und Roll-Up
Mit einem Doppelklick auf den Desktop verschwinden alle Fences-Container aus dem Blickfeld (Quick Hide). Roll-Up faltet einen einzelnen Container auf die Titelleiste zusammen. Beide Funktionen sind nützlich, wenn du den Desktop vor einer Bildschirmfreigabe aufräumen oder einfach mal eine ungestörte Wallpaper-Ansicht haben willst.
Desktop Pages
Fences kann mehrere Desktop-Ebenen einrichten — jede Page zeigt andere Fences-Container. Du wechselst zwischen Pages durch Wischen oder Tastenkürzel. Vergleichbar mit virtuellen Desktops, aber speziell für die Desktop-Icon-Ebene.
Direkte Gegenüberstellung
Ein schneller Vergleich der wesentlichen Punkte:
- Preis: Nimi Places kostenlos — Fences 29,99 $ einmalig oder 9,99 $/Jahr
- Auto-Organisationsregeln: Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Ordner-Portale (Live-Ordnerinhalt): Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Container-Tabs: Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Quick Hide / Roll-Up: Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Desktop Pages: Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Backup & Restore: Nimi Places: Nein — Fences: Ja
- Mehrmonitor-Unterstützung: Beide: grundlegend ja
- Update-Frequenz: Nimi Places: unregelmäßig — Fences: regelmäßig durch Stardock
Wann Nimi Places die richtige Wahl ist
Nimi Places ist sinnvoll, wenn:
- Du deinen Desktop selten änderst und manuelles Sortieren dir nichts ausmacht
- Das Budget kein Spielraum für bezahlte Software lässt
- Du nur wenige Icon-Bereiche brauchst (drei bis fünf Gruppen)
- Du eine einfache Lösung ohne Einarbeitungsaufwand suchst
Wann Stardock Fences die richtige Wahl ist
Fences lohnt sich, wenn:
- Täglich neue Dateien und Shortcuts auf deinen Desktop kommen, die automatisch sortiert werden sollen
- Du mit Ordner-Portalen aktuelle Projektinhalte immer im Blick haben willst
- Du viele Desktop-Gruppen hast und diese effizient mit Tabs verwalten möchtest
- Quick Hide für Bildschirmfreigaben oder Meetings wichtig ist
- Du eine gepflegte, aktiv gewartete Software bevorzugst
Themia: die dritte Perspektive
Sowohl Fences als auch Nimi Places lösen das gleiche Problem: Sie halten Desktop-Icons geordnet. Themia stellt dagegen die Frage: Was wäre, wenn du die Icons gar nicht brauchst — und stattdessen Live-Daten auf dem Desktop hast?
Themia ist eine native Windows-Desktop-Widget-App (Tauri, unter 10 MB Installer), die Wetter, Kalender, Systemauslastung, Ordnerinhalte, E-Mails und mehr als interaktive Panels auf dem Desktop zeigt. Der Unterschied: Themia-Widgets zeigen aktuelle Daten, keine statischen Shortcuts.
Für viele Windows-Nutzer ist die sinnvollste Kombination: Fences für Icons, Themia für Live-Daten. Beide laufen auf verschiedenen Desktop-Ebenen ohne Konflikte. Wer kein Budget für Fences hat, kann auch Nimi Places plus Themia kombinieren — kostenlose Icon-Ordnung und Live-Widgets, ohne Kompromiss.
Fazit
Nimi Places ist ein solides, kostenloses Werkzeug für einfache Desktop-Organisation. Stardock Fences 6 ist ein deutlich ausgewachseneres System mit Automatisierung, Ordner-Portalen, Tabs und allem, was ein tägliches Workflow-Tool braucht — zum Preis einer einmaligen Lizenz von 29,99 Dollar.
Die Wahl ist einfacher als es klingt: Wenn manuelles Sortieren reicht, spare das Geld. Wenn dein Desktop täglich wächst und du eine Automatisierung möchtest, ist Fences die Investition wert. Und wenn du neben Icon-Ordnung noch Live-Daten auf dem Desktop haben willst, ergänzt Themia jede der beiden Optionen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Stardock Fences und Nimi Places?
Nimi Places ist kostenlos, quelloffen und liefert einfache Desktop-Zonen für Icons — ohne Abo und ohne Bezahlung. Stardock Fences ist kostenpflichtig (29,99 $ einmalig oder 9,99 $/Jahr) und bietet deutlich mehr: Auto-Organisationsregeln, Ordner-Portale, Tabs, Quick Hide, Roll-Up, Desktop Pages und eine Backup-Funktion. Für einfache Desktop-Ordnung reicht Nimi Places. Wer täglichen Workflow-Bedarf hat, bekommt mit Fences mehr Automatisierung.
Kostet Stardock Fences wirklich 30 Dollar?
Ja — Stardock Fences 6 kostet 29,99 US-Dollar als einmalige Dauerlizenz. Es gibt auch ein Jahresabo für 9,99 $/Jahr. Eine 5-Nutzer-Familienlizenz ist für 49,99 $ (einmalig) erhältlich. Die Dauerlizenz deckt die aktuelle Hauptversion ab; zukünftige Hauptversionen wären separate Upgrades.
Kann Nimi Places automatisch Icons in Bereiche sortieren?
Nein. Nimi Places erstellt statische Zonen, in die du Icons manuell verschiebst. Es gibt keine regelbasierten Auto-Organisationsfunktionen. Stardock Fences bietet dagegen vollständige Auto-Organisationsregeln, mit denen neu hinzukommende Desktop-Icons automatisch in den richtigen Container verschoben werden — nach Dateityp, Name, Datum oder Erweiterung.
Funktioniert Nimi Places auf Windows 11?
Ja, Nimi Places funktioniert auf Windows 10 und Windows 11. Es ist ein leichtgewichtiges Tool, das tief in den Desktop-Layer integriert ist. Bei größeren Windows-Updates solltest du kurz prüfen, ob die aktuelle Version noch kompatibel ist — das Projekt wird weniger aktiv gepflegt als Stardock Fences.
Was macht Themia anders als Fences und Nimi Places?
Sowohl Fences als auch Nimi Places organisieren Desktop-Icons in Bereiche. Themia verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz: Statt Icons zu gruppieren, ersetzt Themia sie durch Live-Daten-Widgets — Wetter, Kalender, Systemauslastung, Ordner-Inhalte und mehr. Wenn du Icons auf dem Desktop brauchst, sind Fences oder Nimi Places das Richtige. Wenn du ein Live-Dashboard auf dem Desktop willst, ist Themia die Alternative.
Kann ich Fences und Nimi Places gleichzeitig nutzen?
Technisch ja — sie laufen auf verschiedenen Desktop-Ebenen und blockieren sich nicht gegenseitig. Praktisch gibt es aber keinen guten Grund dafür: Beide tun dasselbe (Icon-Bereiche auf dem Desktop). Wähle eines. Falls du Desktop-Organisation und Live-Widgets willst, ist die sinnvollere Kombination Fences plus Themia (oder Nimi Places plus Themia).
Probieren Sie Themia selbst aus
Kostenlose Version inklusive. Windows 10 & 11. Unter 10 MB.
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